Empörte Katholiken haben sich kaum von einem weiteren Pachamama-Skandal erholt, dem zweiten in diesem Jahr, bei dem zwei hochrangige peruanische Prälaten dabei gefilmt wurden, wie sie der Mutter Erde (Pachamama) eine Opfergabe darbrachten – und schon wird uns erneut grüner Kommunismus aufgezwungen.
Zuerst gab es am 1. September eine Messe zur Sorge um die Schöpfung in der Madonnina del Borgo Laudato Si’ in den Vatikanischen Gärten von Castel Gandolfo, zur Einleitung einer ganzen Saison, die der Erdapotheose gewidmet war – entschuldigen Sie, ich meinte selbstverständlich der «Sorge um die Schöpfung».
Die Predigt bei diesem Anlass enthielt weniger theologische Nahrung als eine wirre Rauschrede, und ihre Botschaft lässt sich auf den Aufruf Leos reduzieren, zur «echten ökologischen Konversion» – wo sich die Wirkung unserer Begegnung mit Jesus Christus in unseren Verhältnissen zur uns umgebenden Welt zeigt.
Geben Sie mir bitte in den Kommentaren Bescheid, wann Sie zuletzt den Präfekten der Kongregation für die Institute geweihten Lebens und die Gesellschaft apostolischen Lebens zur Umkehr von den Sünden und zur Konversion zum immerwährenden katholischen Glauben aufgerufen haben. Ich warte gespannt.
Dann folgte das peinliche und lächerliche Gebetsanliegen von Papst Eisblock für den Monat September: die Sorge um das Wasser.
Ja, meine Damen und Herren, während dieser Monat traditionell Unserer Lieben Frau von den Schmerzen geweiht ist, verheerende Naturkatastrophen Menschenleben fordern, die Sintflut der Sünden die Menschheit umhüllt und unzählige Beispiele belegen, dass die Menschheit ihre moralische Orientierung vollständig verloren hat, kam der Beste von Papstes am besten mit nichts Geringerem als dem Wasser hervor.
An dieser Stelle drängt sich die Frage auf: Will uns die synodale Hierarchie etwa verarschen? Oder wollen sie, dass wir wirklich glauben, dies sei die katholische Kirche?
Zugegeben, an sauberem Trinkwasser ist nichts Triviales; für diejenigen zu beten, die darunter leiden, ist offensichtlich eine christliche Liebestat – doch dies ist kaum das Gebetsanliegen, das einer behaupteten Nachfolge Christi angemessen ist.
Wie die Gute-Vater-Puppe der Vereinten Nationen, die er ja ist, forderte Leo XIV. auf, dass das Wasser eine «Quelle der Fruchtbarkeit, Frische und Hoffnung» bleibe und pries es als «Recht ohne Grenzen». Er beklagte zudem, dass die Menschheit das Wasser «zu einer Ware zu machen» und betete für «jene, die Meilen weit gehen müssen, um es zu finden» und «durch seinen Mangel erkranken».
Dieses ist ein epischer und peinlicher Fehlschlag für den vermeintlichen Nachfolger des hl. Petrus, dem doch vor allem anvertraut ist, seine Brüder im Glauben zu stärken und Seelen zur ewigen Seligkeit zu führen. Wir können seine Kindegarten-Vorträge getrost entbehren.
Was aber die Bevölkerung des Planeten Erde tatsächlich vom Stellvertreter Christi benötigt, ist eine Wiederholung der Botschaft Christi an die samaritische Frau am Brunnen: «Derjenigen aber, dem ich das Wasser gebe, der wird nie mehr Durst haben» – «denn das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm eine Quelle quillen, die ewiges Leben schenkt» (Joh 4,14).
Doch offenbar ist selbst das weitaus zu viel für dieses späte Stadium der Apostasie verlangt.
Doch lassen Sie mich einen Augenblick bei der Veröffentlichung verweilen, die heute erschien und sich mit dieser antikatolischen heidnischen «Saison» deckt: das neue Dokument der Internationalen Theologischen Kommission mit dem Titel Caring for Our Common Home – Eine verantwortungsvolle und brüderliche Antwort auf den dreieinigen Gott.
Dieses Dokument, autorisiert von Leo, präsentiert die ökologische Krise als eine theologische. Ich scherze nicht.
Mag sein, dass sich für manche Gläubigen Teile des Textes rechtfertigen lassen, doch es enthält zahlreiche alarmierende Begriffe und Wendungen.
Erstens der Anspruch, «alles sei miteinander verbunden» und bilde «eine einzige Gemeinschaft des Lebens». Während die katholische Theologie die Einheit und Ordnung der Schöpfung anerkennt, betont sie zugleich deren Hierarchie, und so droht der Begriff einer «einzigen Gemeinschaft des Lebens» diese wichtige theologische Unterscheidung zu verwischen.
Ein weiteres Warnsignal desselben Dokuments liegt in der Anwendung der Sprache der «Sakramentalität» auf die Schöpfung. Dies erinnert allzu sehr an den Einfluss von Teilhard de Chardin auf die Modernisten.
Gewiss lehrten Denker wie der hl. Bonaventura, dass die geschaffenen Dinge etwas von Gott enthüllen können, doch die Schöpfung als solche als «sakramental» zu beschreiben, ist der Versuch, sie zu vergötzen.
Die Natur kann ein Zeichen Gottes sein – sie ist aber nicht göttlich.
Die Verfechter dieser neuen Öko-Religion wollen mit dersprache von Heiligkeit und Sakramentalität der Schöpfung die schlafenden Schafe in eine Spiritualität führen, die der Natur fast eigene göttliche Präsenz beimisst.
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Das Dokument wagt sich zudem in gefährliches Fahrwasser vor, wenn es die Eucharistie als «ökologische Schule» beschreibt.
Die Eucharistie ist vor allem der wahre Leib und Blut Christi, die sakramentale Vergegenwärtigung des Opfers am Kalvarienberg und die höchste Form katholischer Anbetung. Es ist daher, gelinde gesagt, ungewöhnlich, sie durch eine ökologische Brille zu betrachten.
Das Dokument greift zudem einige Lieblingsklischees der Priester des Ordo Gaia auf: die Begriffe «ökologische Konversion» und «ökologische Spiritualität».
Die einzige Konversion, um die sich Katholiken kümmern sollten, ist die Abkehr von der Sünde hin zu Gott.
Doch seit die synodale «Kirche» nicht mehr an die Sünde glaubt oder sie predigt und weil sie eine satanische globalistische Imitation des Katholizismus ist, verleiht sie diesen beiden Konzepten einen eigenen, fast schon mystischen spirituellen Rang.
Entschuldigen Sie, Herr Präfekt und die Verfasser dieses Schrifts, doch die katholische Spiritualität zielt auf die Einung mit Gott – und nicht auf Harmonie mit einem Ökosystem.
In engem Zusammenhang mit diesen Begriffen steht die fragwürdige Formulierung «eine Sünde gegen die Schöpfung und gegen den Schöpfer». «Die Schöpfung» ist keine moralische Person, gegen die wir sündigen könnten, und die Verbindung dieses Begriffs mit Anspielungen auf den «Schrei der Erde» personifiziert die Natur auf eine Weise, die an die moderne, gaianisch geprägte Öko-Spiritualität erinnert.
Was sie ja auch ist.
Und schließlich – und wohl am beunruhigendsten – die Behandlung der interreligiösen Zusammenarbeit im Dokument.
Wie schon gewohnt bei postkonziliaren Gegenpäpsten, wird hier aller Religionen Legitimität zugesprochen, indem man behauptet, verschiedene Religionen teilten «denselben Glauben an die Verbundenheit alles Seienden». Weiter ruft man zur Zusammenarbeit im Dienst an der «Gemeinschaft mit dem Transzendenten» auf.
Und schon ist es mit einem Federstrich geschehen: Laut Präfekt und Genossen beten wir alle denselben Gott an, und statt die Irrlehren und Heidentümer zu bekehren, sollen wir mit ihnen kooperieren.
Und dies, meine lieben Freunde, führt uns zum eigentlichen Ziel dieser neuen Religion: Durch Klimahysterie wollen sie die Katholiken dazu bringen, die Mutter Erde zu verehren – zusammen mit all den Religionen, deren Götter die Heilige Schrift als Dämonen entlarvt (Ps 95,5).